Spider-Man, die Fantastic Four, der Hulk, Iron Man, Thor, die X-Men – Marvel-Kreativchef Stan Lee und Zeichnerlegenden wie Steve Ditko und Jack Kirby erfanden in den 1960ern einen Typus von Superheld, der das Genre revolutionierte und souverän den Sprung ins dritte Jahrtausend und auf die Kinoleinwand schaffte. Wie alles anfing mit Tony Stark & Co., schildert dieser Band, knallig illustriert und kompetent kommentiert auf 400 Seiten.

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Als der Comicverlag Marvel im November 1961 Fantastic Four 1 veröffentlichte, sollte dies die Populärkultur grundlegend verändern. War das Superheldengenre zuvor vorwiegend eine Domäne eindimensionaler, alltagsferner Helden und schlichter Erzählstränge, schlüpften unter Federführung von Marvel-Kreativchef Stan Lee nun immer mehr komplexe und in ihren Alltagskonflikten glaubwürdige Charaktere in Superheldentrikotagen, um den Mächten des Bösen die Kinnlade zu richten. Kurz: Der Superheld wird sozialversicherungspflichtig, wohnt gleich um die Ecke und weiß auch nicht immer weiter. Neue Helden und narrative Innovationen – eine Rezeptur, die beim Publikum ankommt: Hulk, Spider-Man, Iron Man und die X-Men erblicken das Licht der Welt, Superpatriot Captain America wird aus dem Eis befreit, in dem er seit den 1940er-Jahren überdauert hat, und die Avengers steigen zum mächtigsten Superheldenteam der Welt auf. Daredevil, Dr. Strange und etliche weitere Helden kommen hinzu, und jedem folgt eine ganze Horde abgrundtief böser Schurken. Heute, mehr als fünfzig Jahre später, sind sie allesamt Ikonen der Popkultur und Megastars im Kino und den dazugehörigen Verwertungsketten, und auch ihre Ziehväter von einst, Stan Lee und Zeichner wie Steve Ditko, Jim Steranko, Jack Kirby oder John Romita, sind zu Legenden geworden.

Das Marvel-Zeitalter der Comics 1961–1978 führt mitten hinein in diese wegweisenden Jahre, in die Kinderstube von Hulk, Iron Man, Thor, Wolverine und all den anderen, eine Ära, in der das sieche Superheldengenre neu belebt und zukunftstauglich gemacht wurde. 400 Seiten voll knallharter Fakten und voller Bildern, die dich aus den Socken hauen! Hundertpro!

Der Autor
Roy Thomas verfasst seit 1965 Film- und TV-Drehbücher, vor allem aber Comics. Von 1965-80 arbeitete er als Redakteur bei Marvel (1972-74 als Chefredakteur) und war Autor für die Reihen Avengers, Uncanny X-Men, Conan the Barbarian, The Incredible Hulk und Star Wars. Er ist Herausgeber des Comic-Fachblatts Alter Ego und derzeit mit zwei Tarzan-Comics im Web präsent.

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