Otto Waalkes feiert am 22. Juli den 70. Geburtstag mit einer Autobiografie. Er hätte sie besser mit 30 geschrieben, dann wäre sie nicht lang geworden, wie der deutsche Komiker sagt.

„Kleinhirn an alle – die grosse Ottobiografie nach einer wahren Geschichte“ heisst das Buch. Erinnerungen sind zwar im Grosshirn abgespeichert. Das Kleinhirn aber sei zuständig für Koordination und Motorik, betont Waalkes im Gespräch mit dem „SonntagsBlick“. Neuere Forschungen schrieben dem Kleinhirn zudem „eine Rolle bei zahlreichen höheren kognitiven Prozessen“ zu.

Jedenfalls funktioniert seine Erinnerung. Zum Beispiel weiss Waalkes noch haargenau, dass sein 31-jähriger Sohn früher seine Auftritte peinlich fand. Heute begleitet ihn sein Sohn auf der Tour. „Er ist einer meiner kritischsten Zuhörer und Zuschauer.“

Waalkes weiss auch noch, was er mit seiner ersten Gage machte. Die war offenbar ansehnlich, denn: „Ich habe meinen Eltern ein Haus gekauft.“ Da habe es plötzlich geheissen: „Mach weiter so, mein Junge.“ Den elterlichen Rat habe er beherzigt.

Eines von Waalkes Hobbys ist Malen, gegenständlich, nicht abstrakt, weil sich das Komische und Abstrakte nicht vertragen. „Es ist gewiss so, dass man vor einem Mondrian-Gemälde selten Lachanfälle erleben wird.“