Jurymitglied Mirja Boes übergab den renommierten niederrheinischen
Kabarettpreis in Duisburg
Der Sieger des niederrheinischen Kabarettwettbewerbs „Das Schwarze Schaf“ steht fest: der deutsch-indische Kabarettist Salim Samatou aus Köln setzte sich am Finalabend im Theater am Marientor in Duisburg gegen vier weitere Finalisten durch und überzeugte die Jury um Mirja Boes von seinem Können. Eine ganz besondere Ehre, denn „Das Schwarze Schaf“ feiert Jubiläum und wurde zum 10. Mal verliehen. Den zweiten Platz belegte das Duo Mike & Aydin aus Köln, gefolgt von Artem Zolotarov aus Mainz auf dem dritten Platz.
Vor fast ausverkauftem Haus präsentierten die fünf Finalisten jeweils 15-minütige
Ausschnitte aus ihrem aktuellen Bühnenprogramm. Von Poesie über Gesangseinlagen bis
hin zum politischen Kabarett war alles dabei, so dass Jury und Publikum einen Abend
feinster Wortakrobatik ganz im Sinne von Wettbewerbsgründer Hanns Dieter Hüsch (1925 -2005) erleben durften.

Anzeige

Jurorin Mirja Boes begründete die Entscheidung der Jury für Salim Samatou mit folgenden
Worten: „Die Entscheidung ist uns heute Abend wirklich nicht leichtgefallen. Alle fünf
Kabarettisten sind sehr talentiert und verstehen es, das Publikum für sich einzunehmen.
Salim Samatou konnte aber letztlich mit der Vielfältigkeit seiner Themen überzeugen und
ist somit wohlverdient Erstplatzierter und Gewinner des begehrten ‚Schwarzen Schafs’.“
Gewinner Salim Samatou freut sich über die Auszeichnung zum „Schwarzen Schaf“
2018: „Ich kann noch gar nicht glauben, dass ich gewonnen habe! Das war ein harter
Kampf gegen so starke Mitbewerber! Dass ich es dennoch auf den ersten Platz geschafft
habe – und dann auch noch im Jubiläumsjahr – macht mich wirklich sehr stolz!“

Der Siegerdes Wettbewerbs erhält ein Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro sowie eine Gewinnertour durch die niederrheinischen Partnerstädte Emmerich, Duisburg, Krefeld, Moers und Wesel. Wer den Titel „Das Schwarze Schaf“ 2018 gewinnt, hat sich diesen redlich verdient: Aus den bundesweit rund 90 Bewerbern wurden zunächst zwölf Kabarett-Newcomer ausgewählt. Diese mussten sich während der Vorrunden in den Städten Emmerich, Krefeld, Moers und Wesel gegen ihre Mitstreiter durchsetzen und wurden vom Publikum in das Finale gewählt. Am Finalabend entschied dann die prominent besetzte Jury um Mirja Boes über „Das Schwarze Schaf“ 2018.

Der Wettbewerb
Hanns Dieter Hüsch, Gründer des Wettbewerbs „Das Schwarze Schaf“, gilt als „Poet unter
den Kabarettisten“. Sein feinsinniger und nachdenklicher Humor beeinflusst bis heute viele. Kabarettisten. Mit diesem Wettbewerb sollen sein Erbe gepflegt und zugleich Impulse für die Entwicklung des Wortkabaretts gegeben werden. Der Bezug zu Hanns Dieter Hüsch zeigte sich bereits in der Wahl der niederrheinischen Städte Emmerich, Krefeld, Moers und Ein Projekt von gefördert durch in Kooperation mit Wesel als Austragungsorte für die Vorrunden. 2018 feiert „Das Schwarze Schaf“ Jubiläum
und wird zum 10. Mal vergeben. Der 1999 gegründete Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und ist ein Projekt der RuhrFutur gGmbH. Seit 2001 wird der Preis von der Stiftung Mercator gefördert.

Der Preis und die Jury am Finalabend
Der Gewinner des „Schwarzen Schafs“ 2018 wurde am Finalabend am 5. Mai in Duisburg
gekürt und erhält 6.000 Euro Siegerprämie sowie eine Gewinnertour durch die
Vorrundenstädte. Außerdem wird er sein Bühnenprogramm einen Tag nach der
Siegerehrung im Theater „Die Säule“ in Duisburg präsentieren. Die Plätze zwei und drei
sind mit 4.000 bzw. 2.000 Euro dotiert. Eine hochkarätig besetzte Finaljury entschied, wer
die begehrte Auszeichnung erhält. Neben der gebürtigen Niederrheinerin Mirja Boes und
Kabarettist Sebastian Nitsch, Preisträger des „Schwarzen Schafs“ 2016, sind Martina
Linn-Naumann, Leiterin des Kleinkunsttheaters „Die Säule“, Dr. h.c. Nikolaus Schneider,
ehemaliger Vorsitzender des Fördervereins sowie Hartmut Krause, Kabarettexperte beim
WDR, Mitglieder der Jury. Der Kabarettist Matthias Brodowy, Gewinner aus dem Jahr 1999
und damit das „erste Schwarze Schaf“, führte traditionsgemäß durch den Abend.

Anzeige