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KabarettKupferpfennig 2026

Claudia Pichler, AnnPhie Fritz, Raphael Breuer und Sascha Thamm im Wettstreit

Bei der Leipziger Lachmesse kämpfen heute vier Talente um den Kupferpfennig 2026. Über den Nachwuchspreis entscheidet allein das Publikum im academixer.

Von JOKE Redaktion · 28.10.2026, 07:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit
AnnPhie Fritz – Foto: Hannes Caspar
Foto: Hannes Caspar

Heute Abend wird es bei der 36. Leipziger Lachmesse spannend: Im Kabarett academixer treten vier Talente beim Kupferpfennig-Wettstreit 2026 gegeneinander an. Ins Rennen um den Nachwuchspreis des Festivals gehen Claudia Pichler, AnnPhie Fritz, Raphael Breuer und Sascha Thamm. Eine Fachjury gibt es an diesem Abend nicht. Wer den Kupferpfennig mit nach Hause nimmt, entscheidet allein das Publikum im Saal.

Kupferpfennig 2026: Termin, Ort und Ablauf

Los geht es am Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 19:30 Uhr im academixer in der Leipziger Kupfergasse. Jede und jeder der vier Teilnehmenden bekommt einen eigenen Block, danach stimmen die Zuschauerinnen und Zuschauer ab. Durch den Abend führt Jonas Greiner, der die Rolle schon im vergangenen Jahr übernommen hat. Der Thüringer hat selbst gerade einen guten Lauf: Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass er den Kaarster Stern bekommt, außerdem erhält er den Förderpreis des Deutschen Kabarett-Preises 2026.

Wer nach der Abstimmung noch nicht genug hat, bleibt einfach sitzen. Um 22:30 Uhr lädt die Lachmesse zum „Satirischen Absacker“ an den Stammtisch des academixer. Zu Gast sind dann alle vier Teilnehmenden des Wettbewerbs, der Eintritt ist frei.

Claudia Pichler: Bairische Alltagssatire

Die Münchnerin Claudia Pichler ist Kabarettistin, Moderatorin und Buchautorin. Anfang Oktober hat sie im Statt-Theater Regensburg ihr neues Soloprogramm „Kopfnuss und Konterbier“ herausgebracht. Darin geht es um ein Leben, das gern Leberhaken verteilt, um die Überforderung beim Kauf eines WC-Sitzes und um die großen Krisen der Gegenwart. Ihre Antwort darauf heißt Zusammenhalt. In München präsentiert sie mit Frank Klötgen außerdem die Reihe „Der Schlössl-Salon“.

AnnPhie Fritz: Yoga-Stunde mit Hindernissen

AnnPhie Fritz – Foto: Hannes Caspar
AnnPhie Fritz. Foto: Hannes Caspar

Aus Wien reist AnnPhie Fritz an. Die Schauspielerin, Autorin und Theaterpädagogin kommt vom Theater und schreibt sich ihre komischen Rollen am liebsten selbst. Ihr erstes Soloprogramm „Shanti Schatzi – Weiß gar nicht, warum ich immer so müde bin“ ist als Yoga-Stunde der etwas anderen Art angelegt: Eine Life-Coachin will die perfekte Entspannung vorleben, und ständig kommt ihr der Alltag dazwischen. Mit dem Programm hat Fritz bereits einiges abgeräumt. Beim Passauer Scharfrichterbeil 2025 wurde sie Zweite, 2026 gewann sie den Silbernen Stuttgarter Besen.

Raphael Breuer: Comedy über die Tücken der Sprache

Raphael Breuer – Foto: Lisa Fuchs
Raphael Breuer. Foto: Lisa Fuchs

Viele kennen Raphael Breuer aus dem Netz. Unter dem Titel „Verstehen Sie Sprach?“ erklärt der studierte Germanist in kurzen Videos, warum die deutsche Sprache so oft keinen Sinn ergibt. Inzwischen trägt das Format einen ganzen Abend: Warum heißt der Gabelstapler eigentlich Gabelstapler? Und heißt es nun gewinkt oder gewunken? Seine Wurzeln liegen im Poetry Slam, seit 2016 steht er auf der Bühne. In diesem Herbst war er bereits im Finale des Obernburger Mühlsteins, beim St. Prosper Kabarettpreis 2026 belegte er Platz zwei.

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Sascha Thamm: Lese-Comedy aus Remscheid

Sascha Thamm – Foto: Olli Haas
Sascha Thamm. Foto: Olli Haas

Sascha Thamm gehört zu den bekanntesten Lese-Comedians im deutschsprachigen Raum. Der Remscheider nimmt scheinbare Nebensächlichkeiten so genau unter die Lupe, bis eine Geschichte daraus wird. In seinem Programm „Gesammelte Abrissbirnen“ erzählt er, warum er „Star Wars“ nie gesehen hat und ein Fitnessarmband für überflüssig hält. Auch er kommt aus dem Poetry Slam und hat schon einige Preise gesammelt, darunter die Goldene Feder Lüdenscheid und 2025 den Publikumspreis bei „Tegtmeiers Erben“. Am 21. November folgt in Solingen der nächste: der „Aufgefallen“-Preis.

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Ein Preis mit Tradition

Der Kupferpfennig ist der Nachwuchspreis der Lachmesse und steht neben dem großen Leipziger Löwenzahn, den in diesem Jahr Michael Krebs bekommen hat. Mehrere Gewinner haben danach Karriere gemacht, unter anderem Nektarios Vlachopoulos. 2025 setzte sich die Liedermacherin Fee Badenius gegen Christl Sittenauer, Tobi Freudental und Lennard Rosar durch. Badenius ist auch in diesem Jahr wieder bei der Lachmesse zu Gast, diesmal mit ihrem Programm „Ich bring mich ganz groß raus“.

Wer heute nicht im academixer sitzt, hat in Leipzig trotzdem die Wahl: Die Dresdner Herkuleskeule spielt um 20 Uhr „Generation XY ungelöst“ in der Pfeffermühle, Florian Wagner zeigt „The Flo Must Go On“ im Kupfersaal und Marie Diot singt ab 19:30 Uhr im Westkreuz ihre „Unwahrscheinlichen Hits“.

So geht es bei der Lachmesse weiter

Morgen setzt Lars Reichow mit „Boomerland“ den Wettbewerb im academixer fort, im Schauspielhaus ist die Schweizer Clownin Gardi Hutter mit „gardiZERO“ zu sehen. Das Festival läuft noch bis Sonntag, 1. November, mit der Jürgen-Hart-Satire-Matinee und der großen Abschlussgala in der Oper Leipzig. Karten gibt es an den Spielstätten und über die Ticketgalerie.

Den Namen des neuen Kupferpfennig-Gewinners liefern wir nach, sobald die Lachmesse ihn bekanntgibt. Alle Preisträger des Jahres sammeln wir in unserer Übersicht Kabarettpreise 2026. Und wer zwischendurch reinhören will: Auf JOKE FM läuft Comedy und Kabarett rund um die Uhr.

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