Notizen und Notenblätter aus den 1920er und 1930er Jahren hat die Enkelin von Heinz Erhardt zufällig auf ihrem Dachboden entdeckt. Ein neues Album mit dem Material soll im Oktober herauskommen.

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Jetzt heißt es wirklich „noch ’n Gedicht“. Die Enkelin von Heinz Erhardt hat auf dem Dachboden unbekannte Notizen und Notenblätter aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Das berichtet die „Bild am Sonntag“.
In dem dicken Paket mit ungeordneten, vergilbten Zetteln sollen sich neue Lieder mit eng beschriebenen Notenblättern befinden. Nicola Tyszkiewicz, die Enkelin Erhardts, habe das Notizen-Bündel gesichtet, sortiert und möchte die Lieder in einem neuen Album im Oktober herausbringen.
40 Jahre lang lagerte das Paket unbeachtet auf dem Dachoden des Familienhauses in Hamburg-Wellingsbüttel, bis es laut „Bild am Sonntag“ in ein Musikarchiv wanderte.

Als Heinz Erhardt die Lieder schrieb, wollte er Pianist werden

Die Stücke hat Heinz Erhardt, der vielleicht beliebteste Komiker der Nachkriegszeit, in seinen Jugendjahren geschrieben – zu dem Zeitpunkt stand die Karriere als „Klavizimbel“ noch gar nicht auf dem Plan. Er wollte ursprünglich Pianist werden, dazu kam es aber nicht. Erhardt arbeitete in der Kunst- und Musikalienhandlung seines Großvaters in Riga. Ab und zu trat er damals mit selbst komponierten Stücken und humoristischen Texten in Kaffeehäusern auf. Unklar ist dem Bericht zufolge, wie Erhardt das kiloschwere Paket durch den Zweiten Weltkrieg bekommen hat.
Neues Album soll am 24. Oktober erscheinen

Mit Wortwitz, als leiser Literat und Pianist mit List ist Heinz Erhardt ins kollektive Gedächtnis der Nachkriegszeit eingegangen, als Urahn der Comedy-Szene und Begleiter der Wirtschaftswunderjahre. Der Komiker ist 1979 mit 70 Jahren in Hamburg gestorben.

Das neue Album mit den unbekannten Liedern soll laut „Bild am Sonntag“ am 24. Oktober veröffentlicht werden – mit bekannten Stimmen. Die NDR Bigband spielt die Lieder unter anderem mit Axel Prahl und Wotan Wilke Möhring ein.

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