Auch auf der 32. Internationale Kulturbörse wird wieder die Freiburger Leiter in den Kategorien Darstellende Kunst, Musik und Straßentheater verliehen. Bereits im Vorfeld der IKF wurden durch die Auswahlkommissionen und die Veranstalterin aus dem Kreis aller auftretenden Künstlern, Bands und Gruppen in jeder der Kategorien vier Nominierungen vorgenommen.

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Gleich am ersten Messetag treten diese nominierten Künstler in den jeweiligen Genres in einem Programm-Block auf. Die Besucher haben dann die Möglichkeit, nach Ende des Blocks ihre Stimme abzugeben und ihren Favoriten zu wählen. Also eine Kombination aus Jury-Wahl und Publikumswahl und damit eine wichtige und gewichtige Auszeichnung, die den jeweiligen Preisträgern dabei helfen soll, ihren Weg erfolgreich fortzusetzen. Mitnehmen dürfen sie dabei eine wertvolle Skulptur – Die FREIBURGER LEITER, einen Geldpreis und Auftrittsgarantien bei der kommenden IKF und bei der Schweizer Künstlerbörse in Thun.

Darstellende Kunst

Foto: © Lisa Knauer

Albers Ahoi! aus Deutschland

Fünf fesche Leichtmatrosen führen mit viel Schwung und mitreißender Musik durch einen bunten Revue-Abend rund um die Klassiker des legendären Hans Albers.
Dazu stellen Artisten aus aller Welt ihr Können unter Beweis. Da springt Freddy „an der Eck“ mit seinem Tüdelband-Seil, da turnen zwei Akrobaten Hand auf Hand „ganz dahinten, wo der Leuchtturm steht“, und frei nach dem Motto „Hoppla jetzt komm ich“ zeigt sich die Wuchtbrumme in knappem Gewand mit ihren Hula-Hoop-Reifen.
Humorvolle Geschichten aus dem Logbuch und poetische Momente verfeinern das Geschehen an Deck. Wiedersehen mit illustren Hafenfiguren, wie etwa dem Aale-Dietrich, sind ebenfalls nicht auszuschließen.
Das Publikum erwartet eine Varieté-Show mit wunderschönen Bildern, einer gehörigen Portion Witz sowie artistischer Klasse.

Foto: © Martin Schneider

Elli Bauer aus Österreich

Wir wurden geboren in den 90er Jahren, da könnma echt nix dafür. Wir kennen keine Not, keinen Hunger, kein Leid, aber habn an Traumfänger und für alles a Gspühr.
Aufgewachsen ist Elli Bauer in einer Großwohnsiedlung mit Schrebergartenblick, jetzt belagert sie eine kleine Wohnung zwischen Pensionisten und Studenten. Das wäre an sich lässig genug, aber wenn man da nicht aufpasst und in sich geht, kommen die wichtigen Fragen der Menschheit ganz ungebremst auf einen zu: Wie viele Avocados muss ich essen bis die Aromatherapie wirkt? Warum ist Graz-Jakomini nur halb so groß wie Monaco? Warum läuft bei der Frauenärztin immer Radio Steiermark? Ob es auf die Fragen wirklich Antworten gibt, verrät ein Abend für alle, die auch gerne über sich selbst lachen und lieber Frühlingsrollen essen als auf einen Berg steigen.

Foto: © Rainer Holz

ONKeL fISCH aus Deutschland

Circoncentrique aus Belgien, Italien, Schweiz

Zirkustechniken, Burlesque, Tanz, Spiele… All das – gepaart mit unserer Energie – führt uns an unwahrscheinliche Orte. Am wichtigsten ist uns der Ausdruck über den Körper und technische Fähigkeiten sowie immer wieder Überraschungen und Rhythmus… kombiniert mit viel Humor.“
A. Maida wurde an der Scuola di Circo Flic in Turin und danach an der Ecole Supérieure des Arts du Cirque in Brüssel (ESAC) ausgebildet. 2010 erhielt er den Publikumspreis beim Pistes de Lancement-Festival in Brüssel. Er ist Mitbegründer der Truppe Magda Clan Cie und ihrer Show „Era“, die seit 2012 auf Tour ist.
M. Pythoud gründete Elastique Citrique in Nyon, die er von 1994 bis 2006 leitete, bevor er an die ESAC wechselte. 2010 gewann er eine Bronzemedaille beim Festival Mondial du Cirque de Demain in Paris. Außerdem ist er an der Entwicklung der Show „Teermpus fugit“ von Cirque Plume beteiligt.

Musik

Foto: © Anna Aicher

Bobby Rausch aus Deutschland

Die Berliner Formation Bobby Rausch begeistert mit einem einzigartig kraftvollen, geradlinig tiefen Klang. Inspiriert von den Schnittstellen zwischen Jazz und Hip-Hop, digital und analog spielen die Berliner eine Musik, wie sie wahrscheinlich wirklich nur in der brodelnden Hauptstadt entstehen kann. Es entsteht eine Gratwanderung zwischen Kontrolle und Improvisation. Einflüsse von Afrobeat bis Low Rock zeichnen den kraftvollen Sound der Formation aus. In ihren energiegeladenen Live-Konzerten führen Bobby Rausch ihr Publikum unerschrocken durch dunkelste Basstäler und pulsierende Groovescapes. Die Ausnahmemusiker beschwören dabei die urbane Nacht, randvoll bepackt mit Electrobeats und Rockvinyls, und werden nicht an Schallenergie für all jene sparen, die genug von Kompromissen haben. Original und handmade in Berlin!

Foto: © Rebecca ter Braak

Der Weise Panda aus Deutschland, Israel

Ihr denkt, Ihr wisst wie eine Jazzband klingt?
Traut Euch zu irren und lauscht dem Song. Von Herzen verspielt, Instinkten treu, pulsierender Ausdruck in Form von Musik.
Eine Band ist ein Sound. Diese Band ist ein Tier. Zieht Euch aus und tanzt. Der weise Panda kommt.
Weise wohlgemerkt. Nicht weiß. Damit würde nur wieder eines dieser vielen Klischees bedient werden, sei es über diese geheimnisvollen, niedlichen Tiere oder auch über diesen geheimnisvollen, niedlichen Jazz.
Die Musik des weisen Panda fordert und berührt, sie entwickelt eine eigenwillige Dynamik, die man zunächst verstehen und akzeptieren muss, um in ihren mächtigen Strudel hineingezogen zu werden.
Stetig besticht Der Weise Panda in seiner Musik durch einen ungewöhnlich hohen handwerklichen Reifegrad, der sich aber nie im Selbstzweck verliert.

Elina Duni & Rob Luft aus Großbritannien, Schweiz

Elina Duni ist eine höchst charismatische schweizerisch-albanische Sängerin, die sich mit ihrer typischen Kombination von traditionellen albanischen Volksliedern mit Jazz weltweit in die Herzen von Publikum und Presse gespielt hat. Seit 2012 veröffentlicht sie bei ECM Records.
Für ihr neues Projekt hat sie sich mit Rob Luft zusammengetan, einem der Rising Stars der boomenden zeitgenössischen Londoner Jazzszene. Lufts Spiel klingt nach der Lebensfreude Westafrikas, nach keltischem Folk und zartem Minimalismus. Und sein origineller und heiterer Sound ist die perfekte Ergänzung zu Elinas eindringlichem Gesang. Zusammen nehmen sie ihr Publikum mit auf eine Reise durch zeitlose Folk Songs, die auch heute noch ganz echt klingen sowie durch ihre gemeinsam geschriebenen Lieder zu aktuellen Themen, die uns alle angehen.

Foto: © Julie Poulain

Lehmanns Brothers aus Frankreich

Lehmanns Brothers stehen für das rasend schnelle Revival von Jazz, Funk und Afrobeat. Auf dem Fundament dieser altehrwürdigen Stilistiken ruht der moderne musikalische Ansatz der Truppe, welche Säle in ganz Europa füllt und die Menge eiskalt auf dem Funky Foot erwischt.
Das Spektrum ihrer Inspiration streckt sich von James Brown über Jamiroquai zu The Roots. Dieses Erbe gibt ihnen ordentlich Auftrieb für eine energiegeladene Show, in der ihre knackige Rhythmussektion auf den stimmlichen Spagat von Sänger Julien trifft.
Afropunk hat es kürzlich so formuliert: „Lehmanns Brothers lassen die Sonne aus deinen Lautsprechern scheinen und schicken dich mit einer Killer Bassline auf die Tanzfläche.“ Sie selbst geben sich bescheidener: „Alles was wir wollen, ist eine musikalische Brücke zu unserem Publikum zu schlagen.“

Strassentheater

Compagnie Le grand jeté! aus Frankreich

La Trócola Circ aus Spanien

„Emportats” ist eine Show, die verschiedene Disziplinen vereint: Akrobatik, Jonglage und Live-Musik. Unter anderem durch den vielfältigen und verschiedenen Einsatz von Türen entstehen im aktuellen Programm „Emportats” musikalische, humorvolle und poetische Bilder, deren Ästhetik den Betrachter in eine Reise der Sinne eintauchen lässt. Eine Show, bei der die fünf Akteure mit Koordination, Präzision und Energie die festgelegten Grenzen überschreiten. Die Produktion der spanischen Gruppe La Trócola Circ basiert auf dem Spiel und der Erforschung von Objekten. Mit einem klaren Bekenntnis zur Innovation, inszenieren sie durch das Einsetzen diverser Zirkus-Disziplinien und verschiedener nonverbaler Sprachen eine eindrückliche und faszinierende Show für jedes Alter.

Foto: © Denis Rouvre

Modo Grosso aus Frankreich

Déborah Colucci komponiert ein modernes und anspruchsvolles Repertoire für die Harfe. Sie improvisiert und experimentiert mit ihrem Instrument und ein abwechslungsreicher Klang entsteht. Alexis Rouvre ist Körperkünstler, Balljongleur und ein Meister der Manipulation von Seilen. Er entwickelt eine Art des Jonglierens über Bewegung mit eleganten Gesten. Die Künstler bieten eine Vorstellung, in der sich zwei ungewöhnliche Disziplinen vereinen und die Balance, Einfachheit und Freigiebigkeit eines Konzertduetts widerspiegeln: Wäre Alexis ein Musiker, so wären Körper, Raum und verschiedene Objekte seine Instrumente. Zur Begleitung des Jongleurs – aber auch, um ihn auf ihre Weise zu beeinflussen – liebkost oder attackiert Déborah die Saiten ihrer Harfe. Gemeinsam schaffen die beiden einen Raum, in dem Harmonien und Dissonanzen entstehen und miteinander verschmelzen.

Foto: © Pauline Ruther

Natalie Reckert aus Deutschland

Natalie Reckert ist Handstandartistin. Sie balanciert nicht nur sich selbst sondern auch schräge Ideen. Als Forscherin, als akrobatische Superheldin oder als Lakritzstange gibt sie dem Publikum Eindrücke in das Leben einer Artistin und die Belastbarkeit des Körpers. Dieser Körper ist manchmal unbesiegbar, virtuos und kompliziert aufgebaut. Aber oft auch zerbrechlich, vergänglich und wie aus Zuckerguss gemacht.
Natalie Reckert hat 2007 am National Centre for Circus Arts in London abgeschlossen. Als Handstandartistin war sie unter anderem im GOP-Varieté zu sehen. Als Ensemblemitglied tourte sie mit. Ihre Soloshow „Selbstportrait mit Eiern“ hat 2016 auf dem Edinburgh Fringe Festival vier Sterne bekommen. Aktuell lebt und arbeitet Natalie Reckert in London.

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