Ines war immer ein braves Kind. Niemand ahnte, was die Medienbranche aus diesem stillen Mädchen einmal machen würde. Eine scharfzüngige Fäkalhumor-Göre mit Penis-Fetisch? Dieses nette, schüchterne Prinzesschen? Niemals. Die Redaktion von „X-Factor“ lehnte den Plot mehrmals ab, weil er zu abwegig und verstörend war.
Ihre Eltern erzogen ihr Kind im festen Glauben daran eine tugendhafte, brave Frau aus ihr zu machen. Mega-Fail.

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Heut dreht sie für ihren Youtube-Kanal “Olga says“ Videos, bei denen sie acht Minuten lang in die Kamera rülpst und das als Sprachunterricht verkauft.
In ihrer Rubrik „Ist die Scheiße ihr Geld wert?“ testet sie ein Lippenaufpumpgerät – oder auch mal künstlichen Kot. Ansonsten läuft sie mit Mikro durch die Gegend und fragt mal mehr und mal weniger und mal völlig unprominente Menschen nach ihrem Sex-Face 2014 oder dem Intimrasur-Trend 2015. Aber keine Angst, sie kann auch unseriös. Gelernt hat sie auch. Germanistik und Kunstgeschichte in Düsseldorf.

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Videolink: Clone a Pussy

Höhepunkt ihrer künstlerischen Vita ist aber ihre Hauptrolle im an- spruchsvollen Stück Filmgeschichte namens „Glanz und Gloria“. Eine Crowdfunding-Produktion mit Schlager-Schmierlappen Alexander Marcus. Darin spielt sie seine cholerische und intrigante Managerin. Eine Rolle, in die sie sich nicht lange hineindenken musste.

Ines Humor? Um es auf den Punkt zu bringen: „Ines ist die Anti-Beauty-Bloggerin. Ihr Humor bewegt sich immer unter Saunagürtel-Linie. Irgendwo zwischen dem klugen Auf-die-Fresse-Feminismus der US-Komikerin Sarah Silverman und dem Proll-Humor von Cindy aus Marzahn.“
Langweilig wird’s mit ihr nie. Dafür manchmal geschmacklos. Eins steht fest: Die Scheiße ist definitiv ihr Geld wert.

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