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Radio & TV„Jossi“

Jannik Schümann gibt sich in der ARD-Comedy als Jude aus

Ein erfolgloser Schauspieler behauptet, jüdisch zu sein, um eine Rolle zu bekommen: Die Culture-Clash-Comedy „Jossi“ startet am 12. November bei ARTE und in der ARD Mediathek.

Von JOKE Redaktion · 30.10.2026, 13:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit
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Eine kleine Lüge, um an die Rolle seines Lebens zu kommen, und plötzlich ist nichts mehr, wie es war: Darum geht es in der neuen Serie „Jossi“. Die sechsteilige Culture-Clash-Comedy mit Jannik Schümann und Nilam Farooq startet am Donnerstag, 12. November 2026, auf arte.tv. Einen Tag später, ab Freitag, 13. November, sind alle Folgen auch in der ARD Mediathek abrufbar. Im linearen Fernsehen zeigt ARTE die Serie am 12. November ab 21 Uhr, später folgt auch Das Erste mit einer Ausstrahlung im Spätprogramm.

„Jossi“: Darum geht es in der ARD-Comedy

Im Mittelpunkt steht Wanja Germann, gespielt von Jannik Schümann. Er ist Schauspieler, allerdings ein bislang ziemlich erfolgloser. Statt auf großen Bühnen steht er im Escape-Room seines Kumpels Assaf, den Garry Fischmann spielt. Wanjas Familie kam vor 30 Jahren als russlanddeutsche Migranten nach Berlin. In der sogenannten Mitte der Gesellschaft sind die Germanns trotzdem nie richtig angekommen.

Seine Eltern Boris und Sveta, gespielt von Rezo Tschchikwischwili und Marina Weis, führen ein russisches Restaurant. Das hält Boris nur mit gefälschtem Kaviar über Wasser, wovon Tochter Mascha, die Jura studiert, möglichst nichts mitbekommen soll. Gespielt wird sie von Irina Kurbanova. Es ist also schon vor der eigentlichen Geschichte reichlich Stoff für Familienchaos vorhanden.

Eine Lüge mit Folgen

Dann kommt die große Chance. Der amerikanische Starregisseur Sam Rosenberg, gespielt von Thomas Loibl, sucht einen Schauspieler, der Russisch spricht. Weil Diversity-Richtlinien das so vorgeben, soll der Darsteller außerdem jüdisch sein. Wanja zögert nicht lange und behauptet einfach, Jude zu sein. Was soll dabei schon schiefgehen?

Natürlich so ziemlich alles. Während der Vorbereitungen verliebt sich Wanja in die erfolgreiche und schlagfertige Kollegin Dana Gold, gespielt von Nilam Farooq. Sie ist tatsächlich Jüdin, und ausgerechnet vor ihr muss Wanja seine Lüge um jeden Preis verbergen. Um aus der Nummer wieder herauszukommen, ohne die Rolle zu verlieren, zieht er die ganze Familie mit hinein. Aus einer Unwahrheit werden zwei, aus zwei werden viele. Und als Wanja sich nach einem Besuch in der Synagoge spontan auf einen Angreifer wirft, wird er über Nacht zum berühmtesten Juden Deutschlands.

Comedy über Identität, Herkunft und Familie

„Jossi“ erzählt von Identität und Migration, von Diversity und kultureller Aneignung, von Liebe und Lüge. Das klingt nach schwerer Kost, ist aber als Komödie angelegt. Die Serie will die Themen nicht in Schwarz und Weiß sortieren, sondern mit Sinn für Widersprüche erzählen, mit Leichtigkeit und Herz. Ein großer Teil des Humors entsteht aus den Familiendynamiken, die überall funktionieren, ganz egal, woher jemand kommt. Wer schon einmal versucht hat, den eigenen Eltern etwas zu verheimlichen, wird sich in den Germanns wiederfinden.

Mit dieser Mischung reiht sich „Jossi“ in eine Reihe deutscher Comedy-Serien ein, die gesellschaftliche Fragen mit Humor angehen. Zuletzt hat etwa ZDFneo mit der Behörden-Mockumentary „Nine to Five – Das Amt“ gezeigt, dass Alltagskomik auch in Mediatheken gut funktioniert.

Cast und Macher

Neben Schümann, Farooq, Fischmann, Loibl, Tschchikwischwili, Weis und Kurbanova spielen unter anderem Uwe Preuss und Maria Simon mit. Creator der Serie ist der Schauspieler und Autor Dimitrij Schaad. Die Drehbücher stammen von Jonas Zimmermann als Headautor sowie von Leo Khasin und Andrej Sorin. Regie führte Wolfgang Groos. Produziert hat Odeon Fiction im Auftrag von SWR und ARTE. Jede der sechs Folgen dauert rund 30 Minuten, die ganze Staffel lässt sich also bequem an einem Abend durchschauen. Die Folgen gibt es mit Untertiteln.

„Jossi“ streamen: Alle Termine im Überblick

  • ab Donnerstag, 12. November 2026: alle sechs Folgen auf arte.tv
  • Donnerstag, 12. November 2026, ab 21 Uhr: ARTE im Fernsehen
  • ab Freitag, 13. November 2026: ARD Mediathek

Welche Comedy-Highlights sonst gerade im Fernsehen und im Stream laufen, fassen wir jede Woche in unserem Überblick zusammen, zuletzt mit den Comedy-Tipps vom 26. Oktober bis 1. November. Wer zwischen den Serienabenden etwas auf die Ohren will, findet Comedy rund um die Uhr bei JOKE FM.

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