Auch heute kann von der Humorzone in Dresden nur Positives berichtet werden. Die Säle waren gefüllt, das Publikum war super drauf und die Künstler waren restlos zufrieden!
So auch bei der ersten Veranstaltung des Abends. Im ausverkauften Thalia Kino stand der Newcomer Alain Frei auf der Bühne. Der Schweizer spielte gekonnt mit gängigen Klischees. Sehr sympathisch!
Etwas derber war es da schon bei Bembers. In seinem selbstverständlich nicht ganz jugendfreien Programm ging es, wie sich das für einem Rocker gehört, verbal richtig dreckig zu.
Humor mit Tiefgang lieferte an diesem Abend Philip Simon. Ihm hat es bei der ersten Humorzone im März 2015 so gut gefallen, dass er dieses Jahr noch mal wieder kommen wollte. Auch dieses Mal hat der Wiederholungstäter viel zu philosophieren – und das mit viel Tiefsinnigkeit.
Für den musikalischen Act an diesem Festivaltag sorgten Pigor & Eichhorn. Pigor sang und der arme Herr Eichhorn musste begleiten. So entstand ganz großes Musikkabarett. Und weil das so großartig war, gab es in der Pause auch noch Wodka für alle!
In der Schauburg jonglierte um 20.00 Uhr Timo Wopp mit Worten. Der gut aussehende und richtig witzige Künstler sprach mit schneller Zunge über die doppelte Moral und die Kultur dahinter. So muss junges deutsches Kabarett sein – einfach grandios!
Im Boulevardtheater standen zur gleichen Zeit die Meister der Situationskomik auf der Bühne: Eure Mütter. Obwohl die Drei auf den ersten Blick ganz brav aussehen, haben es Eure Mütter faustdick hinter den Comedy-Ohren. Das zeigten sie auch an diesem Abend. Ein Gag jagte bei ihrer Show den nächsten, manchmal im Millisekundentakt – Haarewaschen auf der Bühne inklusive!
Um 20.30 Uhr gab es in der Schauburg den Höhepunkt dieses Festivaltages, die „Ganz normale Freak-Show“. Dazu haben sich Cliff Polpott & sein Knecht Matti gleich vier Freaks in den großen Sergio-Leone-Saal eingeladen. Matthias Egersdörfer machte den Anfang und nahm das Publikum mit auf die Reise in seine Kindheit – und die war wirklich freaky. Carl-Einar Häckner verzauberte eine Banane mit ganz viel Magic. Johnny Armstrong hatte nur ein Thema: seinen Penis und Der Tod begrüßte die Dresdner zum kollektiven Massensterben. Mehr Freak geht wirklich nicht! Großartig!
Den Abschluss des Abends machte auch heute wieder ein Newcomer. René Sydow bot im Thalia Theater politisches Kabarett kombiniert mit literarischen Texten. Das Publikum war restlos begeistert. Ein tiefgreifendes Kabarett-Newcomer-Programm, von dem wir hoffentlich noch öfter hören werden.
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Am Tag vier der Humorzone stehen heute Abend abermals fantastische Künstler auf den Bühnen des Festivals.
Den Anfang macht Konrad Stöckel, der im Rahmen des Humorfestivals eine Familienvorstellung um 15.00 Uhr bietet und allen zwischen 8 und 88 Jahren das Wichtigste und Witzigste aus der wunderlichen Welt der Wissenschaft erklärt.
Der Abend startet dann mit dem Vulkan der Newcomer-Szene: Tamika Campbell im Thalia Theater ab 19.00 Uhr. Ab 19.30 präsentieren Breschke & Schuch in ihrem eigenen Theater Onkel Fisch. Ein grandioser Doppelabend, der generationengerechtes Action-Kabarett verspricht. Zur gleichen Zeit herrscht im Boulevardtheater magisches Chaos mit Carl-Einar Häckner und absurde Death-Comedy mit dem Tod. Um 20.00 lädt Jindrich Staidels zu einem integrativen Abend in die Migrantenscheune ein. In der Schauburg präsentieren Jochen Malmsheimer und sein musikalischer Partner Uwe Rössler mit „Zwei Füße für ein Halleluja – Mit einem Regenten unterwegs“ eine geistreiche und unterhaltsame Einführung ins Canossa-Thema. Um 20.30 Uhr stellt sich Ingmar Stadelmann in der Schauburg dem Kampf gegen die Humorlosigkeit. Den Abschluss dieses Abends macht auch heute wieder der 2. Newcomerauftritt. Aber diesmal steht nicht nur ein Newcomer auf der Bühne, sondern gleich 3. Mit dem Comedy Red Pack rocken Deutschlands erste „Comedy-Boy-Group“ mit Quotenfrau die Bühne.


