Kabarett und Satire sind Teil der österreichischen Identität, seit 1999 wird der Österreichische Kabarettpreis“ verliehen. Dies ist nur Dank der Sponsoren sowie der Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Wien möglich.

Anzeige

Wie bereits im Vorjahr übernimmt Kabarettistin und Schauspielerin Verena Scheitz die Moderation. Auf Grund der vielen positiven Rückmeldungen findet die Verleihungsgala erneut in der Wiener Urania statt. Und wir freuen uns: Die HDI Versicherung ist seit Jahren ein großzügiger Förderer des Kabarettpreises. Heuer hat HDI Versicherung aufgestockt und übergibt als Hauptsponsor auch den Hauptpreis. Auch das vormagazin hat seinen Sponsoring-Beitrag erhöht und wird heuer den Sonderpreis überreichen.

Die Jury – bestehend aus namhaften Kulturjournalisten – hat sich 2015 für folgende

Preisträger entschieden:

Programmpreis:
Puntigam & Egersdörfer 

Hauptpreis:
Florian Scheuba

Sonderpreis:
Die Tagespresse

Der Programmpreis des „Österreichischen Kabarettpreises 2015“ geht an Puntigam & Egersdörfer für ihr Programm „Erlösung“:

Der Programmpreis geht heuer an Matthias Egersdörfer und Martin Puntigam für „Erlösung“. Die Jury des ÖKP zeichnet damit ein Programm aus, das theatralisch brillant, vielseitig und effektvoll Grobes und Feines nebeneinanderstellt und darüber hinaus eine jener großen europäischen Erzählungen ausbreitet, die in der Postmoderne so schrecklich fern gerückt sind. Verstörend, lustig und zum Denken animierend, wie sich der nörgelnde Franke und der ausgefuchste Wiener an Crémant und Austern labend von den Mentalitätsunterschieden über die Religionskritik bis zur Revolution vorarbeiten und letztlich im bizarren kannibalischen Eskapismus Erlösung finden. Böse Metapher, großes Theater.“

Der Hauptpreis des „Österreichischen Kabarettpreises 2015“ geht an Florian Scheuba für sein Programm „Bilanz mit Frisur“:

Die Jury zeichnet damit einen Künstler aus, der wie kein anderer derzeit einen scharfen Blick auf die politischen und gesellschaftlichen Zustände unseres Heimatlandes wirft. Mit diversen Kollegen wie Alfred Dorfer, Thomas Maurer, Robert Palfrader, Rupert Henning oder den legendären Hektikern hat er in den letzten Jahren stets aufmerksame, oft ungewöhnliche Arbeiten geliefert. Stets verstand er es, Missstände in bissige Satire zu kleiden. Als Kolumnist und Buchautor ist er ebenso in Erscheinung getreten, wie mit den Realsatirikern „Wir Staatskünstler“ im ORF. Nun hat er es erstmals gewagt, ein Soloprogramm auf die Bühne zu stellen. „Bilanz mit Frisur“ zeigt dabei neben dem gewohnt bissigen und oft philosophischen Scheuba, einen der Öffentlichkeit bislang eher verborgenen, privaten und sympathischen Scheuba. Ein grandioses Programm eines für dieses Land elementaren Künstlers.

Der Sonderpreis des „Österreichischen Kabarettpreises 2015“ geht an Die Tagespresse:

Juvenal hat einmal bemerkt: Difficile est satiram non scribere. Also: Manchmal kann man gar nicht anders, als sich über diverse Zustände und deren Urheber lustig zu machen. Oftmals möchte man indes nur hemmungslos weinen. Der Sonderpreis des ÖKP geht heuer an „Die Tagespresse“. Denn Fritz Jergitsch hat sich fürs Lachen entschieden und mit seinem Online-Satire-Projekt einen gewaltigen Erfolg gelandet. Dort nimmt er alle Verantwortungsträger und ihre Untaten auf die Schaufel. Und schöpft zu diesem Zweck aus einem offenbar bodenlosen Fass origineller Fantasie und böser Pointen. Eine Million User finden Jergitsch und sein Team gut – und schauen fast täglich vorbei. Um herzhaft zu lachen. Und sich nie sicher zu sein, was komischer ist: Realität oder Satire. Manche glauben sogar jedes Wort. Kompliment!

Die Verleihungsgala ist am 3. November 2015, in Wien.

Anzeige