Netflix-Comedy um Teenager in einer chaotischen Pizzeria

Aus einer Webserie für weniger als 2.000 Dollar wird eine Netflix-Produktion: Am Montag, 26. Oktober 2026, startet die Workplace-Comedy „Minimum Wage“ bei Netflix. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe überforderter Teenager, die eine Pizzeria am Laufen halten muss, irgendwo zwischen Schule, einem chaotischen Chef und dem Mindestlohn. Zum Start gibt es die ersten 14 Folgen, insgesamt hat Netflix 28 Episoden bestellt.
„Minimum Wage“ bei Netflix: Pizza, Stress und Mindestlohn
Die Ausgangslage ist schnell erzählt: Ein paar Jugendliche jobben in einer kleinen Pizzeria und versuchen, den Laden irgendwie zusammenzuhalten. Meistens scheitern sie dabei. Der Einsatz ist niedrig, der Druck dafür umso größer. Erzählt wird das im Stil einer Mockumentary, also wie eine Dokumentation, in der die Figuren immer wieder direkt in die Kamera schauen. Wer „The Office“ oder „Superstore“ mag, erkennt das Prinzip sofort, nur dass hier keine Büroangestellten, sondern Schülerinnen und Schüler hinter dem Tresen stehen.
Eine Folge dauert rund zwölfeinhalb Minuten. Damit bleibt „Minimum Wage“ nah an der Vorlage aus dem Netz und eignet sich gut, um zwischendurch ein, zwei Folgen anzuschauen oder gleich die ganze erste Hälfte an einem Abend wegzubingen.
Von YouTube und TikTok zu Netflix
Hinter der Serie steckt American High, eine Produktionsfirma aus dem Bundesstaat New York. Gründer Jeremy Garelick, der unter anderem bei „Murder Mystery 2“ mit Adam Sandler Regie geführt hat, kaufte dafür eine Highschool im Norden des Bundesstaats New York und baute sie zum Drehort für Teenie-Komödien um. Seit 2022 veröffentlicht die Firma unter dem Namen American High Shorts außerdem kurze Sketche auf TikTok, YouTube, Instagram und Snapchat. Allein der TikTok-Kanal hat nach Angaben der Firma rund 2,6 Millionen Follower.
„Minimum Wage“ startete im Mai 2024 als kleine Webserie auf YouTube. Die erste Fassung war nach Angaben der Macher ziemlich improvisiert und selbst gemacht, gedreht mit einem Mini-Budget. Weil die Clips so gut ankamen, bestellte Netflix im Frühjahr 2026 eine ganze Serie. American-High-Chef Will Phelps beschreibt das Prinzip so: Wenn jemand etwas Cooles macht, verstärke man es einfach, ohne große Hürden.
Die Besetzung: Das Original-Team plus Randall Park
Für die Netflix-Fassung ist das komplette Team der Webserie zurück: Grace Reiter, Aidan Micho, Ryan Micho, Hyde Healy, Julia DiCesare, Luke Burke und Tommy Armstrong spielen jeweils Figuren mit ihren eigenen Vornamen. Neu dabei ist ein bekanntes Gesicht: Randall Park, bekannt aus „Fresh Off the Boat“ und dem Marvel-Universum, spielt den exzentrischen Pizzeria-Besitzer und Chef Mr. Sylvester.
Das junge Ensemble stand nicht nur vor der Kamera. Viele Folgen haben die Darstellerinnen und Darsteller selbst geschrieben und inszeniert. Grace Reiter erzählt, dass die größte Umstellung die Technik war: Statt im Hochformat für das Handy wurde jetzt mit zwei Kameras gedreht. Trotzdem wollte das Team alles mitnehmen, was die Sketche im Netz erfolgreich gemacht hat. Reiter war zuletzt auch an der Seite von Tim Robinson in der HBO-Comedy „The Chair Company“ zu sehen.
Lohnt sich das Reinschauen?
„Minimum Wage“ ist kein großes Prestige-Projekt, sondern ein Beispiel dafür, wie sich Comedy gerade verändert. Formate, die im Netz entstehen und dort ihr Publikum finden, landen immer öfter bei den großen Streamingdiensten. Für alle, die schnelle Gags, peinliche Kundengespräche und das Gefühl kennen, beim ersten Nebenjob komplett überfordert zu sein, dürfte die Serie genau richtig sein. Die zweite Hälfte der 28 Folgen soll später folgen, einen Termin dafür gibt es noch nicht.
Mehr Comedy bei Netflix im Oktober
Netflix hat im Herbst einige Comedy-Neuheiten im Programm. Kristen Bell und Adam Brody sind zurück in der dritten Staffel von „Nobody Wants This“, und mit „Der Grande de España“ läuft eine spanische Comedy um einen verarmten Marquis. Wer lieber Comedy hört als schaut, findet sie rund um die Uhr bei JOKE FM.






