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KabarettReinheimer Satirelöwe 2026

Gold für Michael Frowin, Publikumspreis für Katalyn Hühnerfeld

Bei der 33. Reinheimer Satirewoche gewinnt Michael Frowin Gold, Tom Kaminsky Silber, Christine Teichmann Bronze. Den Publikumspreis holt Katalyn Hühnerfeld.

Von JOKE Redaktion · 06.11.2026, 07:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit
Preisträgerinnen und Preisträger des Reinheimer Satirelöwen 2026
Foto: Stadt Reinheim

Gold für Michael Frowin, Silber für Tom Kaminsky, Bronze für Christine Teichmann und der Publikumspreis für Katalyn Hühnerfeld: Bei der 33. Reinheimer Satirewoche sind die Satirelöwen 2026 vergeben. Acht Kabarettistinnen und Kabarettisten traten an zwei Wettbewerbsabenden gegeneinander an, die Preisverleihung folgte am Sonntag, 1. November, auf dem Hofgut Reinheim. Die Stadt Reinheim hat die Ergebnisse am 3. November offiziell bekanntgegeben.

Wettbewerb an zwei Abenden

Die Reinheimer Satirewoche gehört seit Jahrzehnten zum festen Kalender der hessischen Kabarettszene. In ihrer 33. Ausgabe stellten sich acht Acts dem Publikum und der Jury. Am Freitag, 30. Oktober, standen Katalyn Hühnerfeld, Tom Kaminsky, Christine Teichmann und Ramon Bessel auf der Bühne. Am Samstag, 31. Oktober, folgten Max Beier, Jane Mumford, Michael Frowin und Matthias Machwerk. Unterschiedliche Handschriften, Tempo und Pointen sorgten für zwei volle Wettbewerbsabende – und für eine spannende Entscheidung am Sonntag.

Gerade diese Mischung macht den Reiz des Formats aus: etablierte Stimmen treffen auf Acts, die gerade erst richtig Fahrt aufnehmen. Wer in Reinheim bestehen will, braucht nicht nur starke Texte, sondern auch Bühnenpräsenz vor einem Publikum, das Kabarett kennt und genau hinhört. Dass die Satirewoche zugleich von Partnerbühnen in der Region getragen wird, unterstreicht, wie eng das Netzwerk zwischen Stadt, Sponsoren und Kleinkunst-Orten inzwischen ist.

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2026

Den Satirelöwen in Gold holte sich Michael Frowin. Silber ging an Tom Kaminsky, Bronze an Christine Teichmann. Den Publikumspreis sicherte sich Katalyn Hühnerfeld. Überreicht wurden die Auszeichnungen von Stadtrat Uwe Vogel in Vertretung für Bürgermeister Manuel Feick sowie von Markus Nelhübel als Vertreter der Sparkasse Darmstadt und Dieburg. Moderiert hat Jens Neutag – selbst einst Satirelöwen-Preisträger und damit eng mit dem Wettbewerb verbunden.

Bürgermeister Manuel Feick würdigte die Satirewoche als kulturelles Aushängeschild der Stadt: Humor und Satire brächten Menschen zusammen und täten gerade in bewegten Zeiten gut. Unterstützt wurde die Ausgabe unter anderem von der Sparkasse Darmstadt und Dieburg sowie Entega und Partnerbühnen wie dem Cafe Extra Büttelborn, dem Theater Achterbahn, dem Theater Mobile Zwingenberg, dem AZ Rödermark, dem Halb Neun Theater, der Zehntscheuer Amorbach, dem Alten Hallenbad Friedberg und der Kulturbühne Max Hemsbach.

Was der Satirelöwe in der Szene bedeutet

Regionale Kabarettpreise sind oft der erste große Karriereschub – und manchmal auch die Bestätigung für Acts, die längst bundesweit unterwegs sind. Der Reinheimer Satirelöwe verbindet beides: Er macht Programme sichtbar, die sonst eher auf kleineren Bühnen laufen, und schreibt die Namen der Gewinnerinnen und Gewinner in eine Tradition, die inzwischen über drei Jahrzehnte reicht. Für das Publikum vor Ort ist die Satirewoche außerdem eine Art Kuratierung: Acht Abende lang wird ausprobiert, was gerade in der Szene zählt.

Besonders spannend ist in diesem Jahr das Zusammenspiel von Jury- und Publikumsentscheidung. Während Gold, Silber und Bronze die künstlerische Bewertung abbilden, zeigt der Publikumspreis, welche Nummer den Saal am stärksten mitgenommen hat. Dass beide Listen nicht deckungsgleich sind, gehört dazu – und macht die Diskussion nach der Gala oft erst richtig interessant.

Ein Preis im dichten Kabarettjahr 2026

Der Reinheimer Satirelöwe reiht sich in ein starkes Preisjahr ein. Wer den Überblick behalten will, findet in unserer Übersicht der Kabarettpreise 2026 die wichtigsten Vergaben. Dort stehen unter anderem der Deutsche Kabarett-Preis mit Claus von Wagner und Jonas Greiner, der Sieg von Andrea Volk beim Fränkischen Kabarettpreis und der Nachwuchs-Triumph von Hart auf Hart beim Paulaner Solo+.

Parallel dazu laufen große Festivals: Beim NightWash Talent Award kämpfen Newcomer in Köln um den Sprung ins Finale, in Aschersleben eröffnet Simone Solga das bundesweite Kabarett-Festival. Für alle, die zwischen Preisverleihungen und TV-Satire einfach nur lachen wollen, läuft Comedy rund um die Uhr

Für die Preisträgerinnen und Preisträger beginnt nach der Gala oft die eigentliche Arbeit: Programme nachschärfen, Termine annehmen, den Schwung des Preises in die nächste Tour mitnehmen. Reinheim bleibt dabei eine Station, die in der Szene ernst genommen wird – nicht trotz, sondern wegen ihres regionalen Charakters.

bei JOKE FM.

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