Katharina Thalbach und Bardo Böhlefeld im Feel-Good-Kino ab 19. November

Eine 101-jährige Berlinerin und ein 31-jähriger Geflüchteter aus dem Iran ziehen zusammen – und retten einander das Leben. „Lieblingsmenschen – Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes und Amir“ startet am 19. November 2026 in den deutschen Kinos. Regie führt Helena Hufnagel, in den Hauptrollen spielen Katharina Thalbach und Bardo Böhlefeld. Verliehen wird der Film von X Verleih.
Feel-Good nach einer wahren Geschichte
Der Film erzählt von Agnes, einem Berliner Original, das sich für zu jung fürs Altersheim hält, und von Amir, der gerade aus dem Iran geflüchtet ist. Was als Zweck-WG beginnt, wird zu einer Freundschaft über Generationen, Kulturen und Lebensentwürfe hinweg. Inspiriert ist die Geschichte von einer realen Freundschaft; Drehbuchautor Malte Welding hat sie nach einer Vorlage von Paul M. Feldmann fürs Kino entwickelt.
Helena Hufnagel („Einmal bitte alles“, „Generation Beziehungsunfähig“, „Silber und das Buch der Träume“) setzt auf Warmherzigkeit ohne Kitsch-Zwang. Die Produktion stammt von NORDPOLARIS (Produzenten Fabian Halbig und Florian Kamhuber), gedreht wurde in Berlin und München. Zur Besetzung gehören neben Thalbach und Böhlefeld unter anderem Ulrike Kriener, Noah Saavedra, Ronald Zehrfeld, Rainer Bock, Jannik Schümann und Sara Fazilat.
Kinostart, Premiere und Team
Der Kinostart ist der 19. November 2026. Zuvor feierte „Lieblingsmenschen“ beim 43. Filmfest München Weltpremiere und gewann dort den Publikumspreis – ein frühes Signal, dass die Geschichte im Saal funktioniert. X Verleih bringt den Film deutschlandweit im Vertrieb von Warner Bros. in die Kinos. Koproduzenten sind ZDF und arte, den Weltvertrieb übernimmt Beta Film.
Musik kommt von Martin Kohlstedt, Kamera führt Aline László, das Casting verantwortete Franziska Aigner. Für ein Feel-Good-Kino mit ernstem Kern ist das eine starke handwerkliche Basis: Der Film will berühren, ohne die Realität von Flucht, Alter und Einsamkeit wegzulächeln. Die Länge liegt bei rund 108 Minuten.
Warum der Film gerade jetzt passt
Generationenkomödien gibt es viele – aber selten mit dieser Konstellation. Agnes und Amir begegnen sich nicht als Lehrerin und Schüler, sondern als zwei Menschen, die einander ganz praktisch brauchen: die eine einen Mitbewohner gegen das Heim, der andere einen Ort und ein Stück Alltag. Daraus entsteht Humor, der aus Missverständnissen wächst, und Emotion, die nicht aufgesetzt wirkt.
Gerade weil der Film auf einer wahren Freundschaft basiert, bleibt er nah am Alltag: Streit um Ordnung, Fragen nach Heimat, die Angst vor dem Heim und die Hoffnung auf ein neues Leben in einer fremden Stadt. Thalbach spielt Agnes mit trockenem Berliner Humor, Böhlefeld gibt Amir Verletzlichkeit und Schlagfertigkeit. Zusammen entstehen Szenen, die sowohl zum Lachen als auch zum Schlucken bringen.
Besetzung mit Wiedererkennungswert
Neben den beiden Hauptfiguren sorgt das Ensemble für zusätzliche Reibung und Komik. Ulrike Kriener, Noah Saavedra, Ronald Zehrfeld, Rainer Bock, Jannik Schümann und Sara Fazilat spielen Figuren aus Agnes’ und Amirs Umfeld – Familie, Freunde, Behördenalltag und die Frage, wer eigentlich entscheidet, was „normal“ ist. Gerade weil viele Gesichter aus Film und Fernsehen bekannt sind, wirkt die Geschichte nie wie ein reines Zwei-Personen-Kammerspiel, sondern wie ein kleines Berliner Universum.
Helena Hufnagel hat bereits mehrfach bewiesen, dass sie Beziehungsdynamiken mit Humor erzählen kann. Malte Welding kennt das Genre der romantischen und alltagsnahen Komödie aus Arbeiten wie „SMS für Dich“. Zusammen mit der Vorlage von Paul M. Feldmann entsteht daraus ein Film, der Feel-Good verspricht, ohne die schwierigen Themen auszusparen: Queerness und Flucht, Alter und Autonomie, Nähe und Grenzen.
Kino, Satire und was danach kommt
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